Steuerliche Abzugsfähigkeit von berufsorientierten Aus- und Weiterbildungskosten

Mit der Aktualisierung des Kreisschreibens Nr. 42 der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) werden die neuen gesetzlichen Regelungen über die steuerliche Abzugsfähigkeit von berufsorientierten Aus- und Weiterbildungskosten konkretisiert. Die Regelungen sehen neu wie folgt aus:

 

• Abzugsfähig sind alle berufsorientierten Aus- und Weiterbildungskosten nach dem ersten Abschluss der Sekundarstufe II (Bildungsstufe nach Abschluss der obligatorischen Schule). Liegt kein erster Abschluss auf dieser Stufe vor, sind alle berufsorientierten Aus- und Weiterbildungskosten ab dem vollendeten 20. Lebensjahr abzugsfähig, sofern es sich dabei nicht um die Ausbildungskosten bis und mit dem ersten Abschluss auf der Sekundarstufe II handelt.

• Der Abzug ist auf höchsten CHF 12'000 pro Person und Steuerperiode beschränkt

• Nicht abzugsfähig sind Kosten für die Aus- und Weiterbildung, die nicht berufsorientiert sind.


Sie haben Fragen im Zusammenhang mit der Erstellung Ihrer Steuererklärung?


Gerne steht Ihnen unser Berater Thomas Zellweger für ein unverbindliches Gespräch zur Verfügung.


Zürcher Regierungsrat nimmt Stellung zur Steuervorlage 17

Am 27.11.2017 hat der Regierungsrat des Kantons Zürich im Rahmen einer Medienmitteilung Stellung zur Steuervorlage 17 bezogen. Der Zürcher Regierungsrat hält die Steuervorlage 17 grundsätzlich für einen tauglichen Kompromiss, verlangt aber folgende Nachbesserungen:

 

• Höhere finanzielle Unterstützung der Kantone, Städte und Gemeinden;

 

• Die Möglichkeit, einen Abzug für die Eigenfinanzierung, d.h. die zinsbereinigte Gewinnsteuer (Notional Interest Deduction, NID) auf kantonaler Ebene einführen zu können.


Die Stellungnahme zur Vernehmlassung sowie die gleichzeitig beschlossene Strategie für die spätere kantonale Umsetzung der Steuervorlage 17 wurden in enger Zusammenarbeit und in Übereinstimmung mit der Stadt Zürich und dem Gemeindepräsidentenverband festgelegt.


ALBAG und ALBA-Vereinbarung treten am 1. Dezember 2017 in Kraft

Auf den 1. Dezember 2017 tritt das Bundesgesetz über den internationalen automatischen Austausch länderbezogener Berichte multinationaler Konzerne (ALBAG) in Kraft. Ziel des ALBAG ist es, die Transparenz der Besteuerung multinationaler Unternehmen zu verbessern und einen einheitlichen Rahmen für den Austausch der Berichte festzulegen. Dies im Sinne des globalen OECD Projekts "Base Erosion and Profit Shifting" ( BEPS ).

 

Ab dem Steuerjahr 2018 sind multinationale Unternehmen erstmals verpflichtet, einen länderbezogenen Bericht zu erstellen. Die ESTV wird bei Konzernobergesellschaften diesen "CbCR" einholen. Die Schweiz und ihre Partnerstaaten werden sodann ab 2020 die länderbezogenen Berichte austauschen.

Sie führen ein multinationales Unternehmen und bedürfen Unterstützung bei der Erstellung eines entsprechenden Berichts?


Unsere Berater Thomas Zellweger und Rudolf Brauchli stehen gerne zur Verfügung.


Compliance Check-up

• Geldwäschereigesetz (GwG)

 

• Finanzmarktinfrastrukturgesetz (FinfraG)

 

• Automatischer Informationsaustausch (AIA)


• Finanzdienstleistungsgesetz und Finanzinstitutsgesetz (FIDLEG und FINIG)


Die oben erwähnten Gesetze führen zu erweiterten Sorgfaltspflichten im Rahmen der ordentlichen Buchführung und Revision. Sie möchten wissen, ob auch Sie davon betroffen sind oder haben Klärungsbedarf in diesem Zusammenhang?


Gerne stehen Ihnen unsere Berater Thomas Zellweger und Nicolas Egli zur Verfügung.


Mangelnde Kenntnis der Vorsorgemöglichkeiten für den Fall der Urteilsunfähigkeit

Mit Einführung des Erwachsenenschutzrechts wurden Möglichkeiten geschaffen, das Selbstbestimmungsrecht im Falle der Urteilsunfähigkeit zu erhalten. Hierfür kann eine Person einen Vorsorgeauftrag oder eine Patientenrechtsverfügung verfassen.


Der Vorsorgeauftrag ermöglicht einer Person die Gestaltung der eigenen Angelegenheiten für den Fall der zukünftigen Urteils- und Handlungsunfähigkeit. Die gesamte Personen- und Vermögensvorsorge sowie die Vertretung im Rechtsverkehr kann damit geregelt werden.

 

Mit der Patientenverfügung bestimmt der Verfügende, welche medizinischen und pflegerischen Untersuchungen, Behandlungen und Eingriffe nach seinem Willen eingeleitet, durchgeführt oder unterlassen werden sollen, sollte er dies aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls nicht mehr kundtun können. Damit haben die Patienten Gewissheit, dass ihr Wille bezüglich medizinischer Behandlung auch dann respektiert wird, wenn sie diesen nicht mehr selbst äussern können.

 

Gemäss einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung des gfs-zürich, werden diese gesetzlichen Möglichkeiten zur Selbstbestimmung wenig genutzt. Nur jeder Fünfte hat eine Patientenverfügung ausgefüllt und gar nur jeder zehnte hat einen Vorsorgeauftrag erstellt. Bei älteren Menschen liegen diese Anteile erwartungsgemäss etwas höher

 

Kontaktieren Sie uns, wenn Sie dies für sich persönlich regeln möchten.

 

 

 

 

 

 

 


Keine straflose Selbstanzeige mehr?

Zeigen sich Steuersünder bei ihrer kantonalen Steuerverwaltung selbst an, bevor dieser die Steuerhinterziehung oder der Steuerbetrug bekannt ist, wird von einer Strafverfolgung abgesehen. Ab dem erstmaligen automatischen Informationsaustausches (AIA) per 2017 bis zum 30. September 2018 gelangen ausländische Daten von Steuerpflichtigen jährlich automatisch zu den Steuerbehörden. Damit befinden sich die Behörden im Wohnsitzstaat stets im Besitz von relevanten Daten. Die Eidg. Steuerverwaltung hat sich deshalb so geäussert, dass eine Selbstanzeige ab dem 30. September 2018 nicht mehr "aus eigenem Antrieb" erfolgen könne und somit eine (straflose) Selbstanzeige nicht mehr möglich sein soll.


Diese extensive Auffassung wird stark kritisiert, zumal das blosse Verfügen über Daten nicht genügt um wirklich Kenntnis von einer Steuerhinterziehung zu haben. Das Bedürfnis nach Rechtssicherheit in dieser Angelegenheit ist gross, weshalb verschiedene kantonale Steuerämter es in Betracht ziehen, ein entsprechendes Gerichtsverfahren anzustrengen (z.B. Kanton Schwyz).



In jeglicher Hinsicht ist Eile geboten! Bei Fragen und Hilfestellungen hierzu unterstützen unsere Berater Thomas Zellweger und Nicolas Egli Sie gerne.


Der Kanton Zürich begrenzt den Pendlerabzugs auf CHF 5'000

Bis zum 31. Dezember 2017 können Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sämtliche Kosten für den Arbeitsweg als Berufskosten von ihren steuerbaren Einkünften abziehen. Mit der Abstimmung vom 24. September 2017 wird der Pendlerabzug ab 1. Januar 2018 auf CHF 5'000 beschränkt (entspricht bei 240 Arbeitstagen einer täglichen Fahrdistanz von maximal 30 Kilometer).


Jeder Kanton kann den Maximalbetrag für den Arbeitswegabzug selber bestimmen. Folglich bestehen kantonal erhebliche Unterschiede.


Auf Ebene direkte Bundessteuer ist der Pendlerabzug seit 2016 auf CHF 3'000 beschränkt.


Für steuerrechtliche Fragen steht Ihnen unser Steuerberater, Thomas Zellweger, gerne zur Verfügung..


Mehrwertsteuersatz-Anpassung per 01.01.2018

Durch die auslaufende IV-Zusatzfinanzierung und das "Nein" zur Zusatzfinanzierung der AHV an der Urne, welche eine Erhöhung der Mehrwertsteuer zugunsten der AHV vorsah, müssen die Mehrwertsteuersätze ab dem 01.01.2018 wie folgt nach unten angepasst werden:


• 7.7% Normalsatz


• 3.7% Sondersatz für Beherbergung


• 2.5% reduzierter Satz (unverändert)


Die Buchhaltungssoftware muss auf das neue Jahr mit den aktuellen Steuersätzen ausgestattet und Rechnungen angepasst werden.


Bei Fragen und Hilfestellung hierzu sind Ihnen die Berater der Advise Treuhand AG gerne behilflich.


MWST: Änderungen per 1. Januar 2018

Ziel der Teilrevision des Mehrwertsteuergesetzes ist die Beseitigung mehrwertsteuerbedingter Wettbewerbsnachteile von inländischen Unternehmen gegenüber ihren ausländischen Konkurrenten. Mit der Teilrevision treten per 1. Januar 2018 treten insbesondere folgende Gesetzesänderungen in Kraft:


• Für die Bestimmung der Steuerpflicht ist neu der weltweite Umsatz massgebend. Steuerpflichtig wird, wer im In- und Ausland steuerbare Leistungen im Wert von CHF 100'000 erbringt;


• Mehrwertsteuerpflicht ausländischer Onlinehändler, sofern sie mit einfuhrsteuerbefreiten Kleinsendungen über CHF 100'000 Umsatz pro Jahr erzielen;


• Die Option ist nur noch bei der Deklaration zu berücksichtigen. Rechnungen, Quittungen oder Verträge müssen nicht mehr einen Hinweis auf die Option auf von der Steuer ausgenommene Leistungen enthalten.


Konsultieren Sie Thomas Zellweger, Mlaw Rechtsanwalt / Steuerberater und verlangen Sie unser Merkblatt zur Teilrevision des Mehrwertsteuergesetzes, um für die bevorstehenden Änderungen bestens gewappnet zu sein.


Start-up im Kanton Zürich

Zur Stärkung des Innovationsstandorts Zürich hat das kantonale Steueramt seine Praxis bei der Bewertung von Unternehmen in deren Anfangsjahren angepasst. Für die Vermögensbesteuerung werden Start-ups im Kanton Zürich wie folgt bewertet:


• Jahre 1 bis 3: Besteuerung zum Substanzwert;


• Jahre 4 bis 5: Durchschnitt des Investorenpreises und Substanzwerts, wobei im vierten Jahr die Investorenpreise einfach und der Substanzwert doppelt, und im fünften Jahr die Investorenpreise doppelt und der Substanzwert einfach berücksichtigt werden;


• Ab Jahr 6: Besteuerung auf Grundlage des Investorenpreises.


Diese Regelung gilt vorerst nur im Kanton Zürich, wobei nicht auszuschliessen ist, dass andere Kantone sich ebenfalls danach richten werden.


Konsultieren Sie Thomas Zellweger, Mlaw Rechtsanwalt / Steuerberater bei rechtlichen und steuerrechtlichen Fragestellungen im Zusammenhang mit der Gründung Ihrer eigenen Firma.